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Katzenmobbing: Wenn deine Katzen sich streiten

Mitten in der Nacht geht es los. Geschrei im Flur, eine wilde Jagd durchs Wohnzimmer, am Morgen Fellbüschel auf dem Teppich und eine Katze, die nicht mehr vom Schrank herunterkommt. Du bist angespannt, deine Katzen sind es auch. Hier ist offensichtlich: Deine Katzen verstehen sich nicht. Das ist Mobbing.

Und dann gibt es die, die still leiden. Niemand schreit, niemand jagt. Eine Katze liegt im Flur, die andere dreht an der Tür um, frisst später und geht erst zur Toilette, wenn die erste schläft. Von außen sieht das nach Frieden aus. Dass auch das Mobbing ist, erkennen viele nicht. Und dazwischen liegt die Unsicherheit, die viele Halterinnen kennen: Spielen die noch, oder ist das schon ernst?

Oft heißt es dann: Lass sie das unter sich ausmachen, die klären ihre Rangordnung. Das Internet ist voll von solchen Ratschlägen. Leider ist halt auch viel Mist dabei. Katzenmobbing klärt sich selten von allein. Aussichtslos ist es aber keineswegs.

Die kurze Antwort

Katzenmobbing bedeutet, dass eine Katze durch das Verhalten einer anderen Katze immer wieder in ihrer Bewegungs- oder Handlungsfreiheit eingeschränkt wird, unter Stress steht oder verletzt wird. Eines davon reicht. Es geht nicht um einen einzelnen Streit, sondern um ein Muster, und das kann laut sein oder ganz still. Mit Rangordnung hat es nichts zu tun, und von allein wird es selten besser. Der erste Schritt führt beide Katzen zur Tierärztin, danach kommen der Lebensraum und das Verhalten.

Was ist Katzenmobbing?

Ich arbeite mit einer Definition, die drei Kriterien hat. Ist eines davon erfüllt, spreche ich von Mobbing:

  1. Eine Katze ist in ihrer Bewegungs- oder Handlungsfreiheit eingeschränkt.
  2. Sie erlebt Stress.
  3. Sie wird körperlich und/oder psychisch verletzt.

Und zwar wegen des Verhaltens einer anderen Katze. Nicht einmal, sondern immer wieder.

Das erste Kriterium wird oft übersehen. Eine Katze, die den Flur nicht mehr betritt, weil dort eine andere liegt, ist eingeschränkt. Auch wenn nie etwas passiert ist. Harmonie heißt für mich, dass jede Katze stressfrei allen ihren Bedürfnissen nachgehen kann. Mobbing ist das Gegenteil davon, manchmal in seiner leisesten Form.

Ein Fauchen ist noch kein Mobbing

Raufen und Jagen gehören in einem gesunden Maß zum Katzenleben. Ein einzelnes Fauchen oder ein Hieb, weil eine zu nah kam, sind Grenzen, und Grenzen zu setzen ist gesund. Entscheidend ist, ob die andere Katze den Abstand nimmt und ob es sich wiederholt, immer in dieselbe Richtung, über Wochen.

Solange es früh ist, nenne ich es Spannung. Leidet eine Katze dauerhaft unter einem Muster, nenne ich es Mobbing. Der Übergang ist fließend, und die Signale werden oft lange übersehen. Auch wenn die Situation harmlos aussieht, leiden manche Katzen massiv. Mobbing ist bei mir deshalb kein Urteil über eine Katze. Es ist ein Zustand der Gruppe. Und Zustände lassen sich verändern.

Gibt es bei Katzen eine Rangordnung?

Eine lineare Rangordnung, in der jede Katze ihren festen Platz hat, gibt es unter Katzen nicht. Das Bild von der Anführerin, der sich alle anderen unterordnen, stammt aus der Dominanztheorie, und die ist inzwischen stark umstritten. Katzen leben in sozialen Gruppen, deren Dynamik sich ständig verändern kann. Mit Rangordnung hat diese Dynamik rein gar nichts zu tun. Wird eine Katze verjagt, angestarrt und in ihrer Entscheidungsfreiheit eingeschränkt, liegt das nicht an Dominanz. Dann sprechen wir von Mobbing.

Auch der Satz „Die klären das schon unter sich“ stimmt nicht. Draußen könnte eine Katze, der es zu viel wird, einfach weiterziehen. Eine Wohnungskatze kann das nicht. Sie weicht aus, bis es nicht mehr weitergeht. Den Preis zahlt die Katze, die ausweicht.

Spielen oder streiten deine Katzen?

„Spielen die noch, oder ist das schon ernst?“ Diese Frage höre ich oft. Fünf Blicke helfen dir bei der Antwort.

Die Rollen

Beim Spiel wechseln sie, mal jagt die eine, mal die andere. Beim Streit geht immer dieselbe vor, und immer dieselbe weicht aus.

Der Körper

Spiel ist locker und hüpfend, mit eingezogenen Krallen und Ohren nach vorn. Streit ist steif und geduckt, die Ohren liegen flach, der Schwanz peitscht.

Die Laute

Spiel ist meist stumm, höchstens ein kurzes Quieken. Fauchen, Knurren und Kreischen gehören nicht zum Spiel.

Das Danach

Nach dem Spiel putzen sich beide und dösen im selben Raum. Nach einem Streit zieht sich eine zurück, versteckt sich und meidet den Ort. Das Danach verrät am meisten.

Der Verlauf

Spiel ist kurz und wird nicht schlimmer. Streit zieht sich über Wochen und Monate und verschärft sich oft so schleichend, dass du nicht sagen kannst, wann es gekippt ist.

Wenn du unsicher bist, schau nicht auf den Krach. Schau auf die fünf Minuten danach.

Woran erkennst du Mobbing unter Katzen?

Die lauten Zeichen kennst du: Fauchen, Knurren, Schlagen, Jagen, Fellbüschel. Die stillen Zeichen sind häufiger, und sie bleiben lange unbemerkt, weil sie nach nichts aussehen. Achte in den nächsten Tagen bei deinen Katzen auf diese Zeichen:

Eine Katze liegt im Weg

Im Türrahmen, mitten im Flur, vor der Toilette oder vor dem Napf. Sie tut nichts, sie liegt nur da. Für die andere ist der Weg trotzdem versperrt.

Sie starrt die andere an

Ein fester, langer Blick, oft aus einiger Entfernung. Die andere senkt den Blick, dreht um oder verlässt den Raum.

Ressourcen werden zeitversetzt genutzt

Eine Katze frisst nur noch nachts, geht erst zur Toilette, wenn die andere schläft, oder kommt nur heimlich zu dir. Sie hat ihren Alltag um die andere herum gebaut.

Eine Katze zieht sich zurück

Sie versteckt sich, lebt nur noch in einem Raum oder gibt ihre Lieblingsplätze auf, sobald die andere näher kommt.

Das Spiel hört nicht auf

Eine Katze läuft der anderen hinterher, obwohl die längst genug hat, und übergeht jede Grenze. Das wirkt verspielt. Für die andere ist es Stress.

Der Körper zeigt es

Verändertes oder hastiges Fressen, Gewichtsveränderungen, Unsauberkeit, Blasenentzündung, kahle Stellen vom Lecken. Diese Folgen sind der Grund, warum Mobbing für mich kein Erziehungsthema ist, sondern ein Gesundheitsthema.

Gibt es in deiner Wohnung einen Ort, den eine deiner Katzen nur noch betritt, wenn die andere schläft?

Warum streiten sich Katzen plötzlich?

„Die beiden haben sich immer verstanden, und seit drei Wochen geht gar nichts mehr.“ Diesen Satz höre ich oft. Manchmal kommt die Veränderung tatsächlich plötzlich, nach einem gemeinsamen Schreck, dem Nachbarskater am Fenster oder einem Tierarztbesuch, nach dem eine von beiden fremd riecht. Manchmal kommt sie schleichend. In beiden Fällen öffnet eine Frage viel: Seit wann ist das so, und was hat sich zeitgleich verändert? Bei den Katzen, bei dir, in der Wohnung, im Alltag.

Ich schaue mir jede Gruppe auf drei Ebenen an, immer in derselben Reihenfolge: Körper, Lebensraum, Psyche. Die Reihenfolge ist kein Zufall. Schmerz lässt sich nicht wegtrainieren, und eine Katze, der im Lebensraum etwas fehlt, steht unter Dauerstress und kann kaum Neues lernen.

Zuerst der Körper, bei beiden Katzen

Bei jeder plötzlichen Veränderung im Verhalten steht für mich zuerst die Frage nach Schmerz und Krankheit. Die Antwort gibt deine Tierärztin, für beide Katzen, nicht nur für die, die auffällt. Was nach Mobbing aussieht, kann die Folge einer Erkrankung sein, denn kranke Katzen werden in Gruppen häufig ausgegrenzt oder angegriffen. Oft spielen diese Bereiche eine Rolle:

  • Zähne: Rund 80 Prozent der Katzen über drei Jahren haben Zahnerkrankungen, die behandelt werden sollten. Vieles davon ist nur im Dentalröntgen sichtbar, und eine Katze mit Zahnschmerzen hat weniger Geduld.
  • Gelenke: Arthrose ist bei Katzen ab zwölf Jahren die Regel. Eine Katze mit schmerzenden Gelenken kann nicht mehr ausweichen wie früher.
  • Schilddrüse: Eine Überfunktion macht unruhig, reizbar und schreckhaft.
  • Blase: Eine Blasenentzündung tut weh, macht reizbar und ist oft selbst eine Folge von Stress.
  • Sinne und Geruch: Eine Katze, die schlechter sieht oder hört, erschrickt leichter. Und nach einer Narkose riecht eine Katze für die andere plötzlich fremd.

Das ist keine Anleitung zur Selbstdiagnose. Deine Aufgabe ist das Hinschauen und das Mitbringen. Und wenn es heißt, deine Katze sei gesund, frag, was untersucht wurde. Ohne spezifische Untersuchung heißt „sie ist gesund“ nur, dass noch nichts gefunden wurde.

Dann der Lebensraum und die Psyche

Wo kein Mangel, da kein Problem. Engstellen, Sackgassen, Näpfe und Toiletten direkt nebeneinander oder zu wenige Rückzugsorte machen es einer Katze leicht, eine andere zu blockieren, ohne dass es je nach Streit aussieht. Und selbst wenn der Körper wieder heil ist, bleibt oft ein Rest. Die eine hat gelernt, dass der Flur ihr gehört, die andere, dass der Flur gefährlich ist. Dazu kommt Stress von außen: ein Umzug, eine Renovierung, neue Arbeitszeiten, die Nachbarskatze vor dem Fenster. Katzen tragen Spannung nicht mit sich herum. Sie entladen sie, oft an der Katze, die sich am wenigsten wehrt.

So entsteht eine Kette, wie ich sie oft sehe: Katze A hat Zahnschmerzen, von denen niemand weiß. Sie wird reizbar und legt sich in den Flur, den einzigen Weg zur Toilette. Katze B dreht jedes Mal um, wird unsicher und pinkelt irgendwann ins Schlafzimmer. Und alle sagen: Die beiden verstehen sich nicht mehr.

Warum vertragen sich Geschwister-Katzen plötzlich nicht mehr?

Viele Halterinnen holen sich Geschwister, damit sich die beiden ein Leben lang verstehen. Doch zwischen dem zweiten und dritten Lebensjahr werden Katzen sozial erwachsen, und manchmal entwickeln sich zwei Persönlichkeiten auseinander. Die Verwandtschaft spielt dann keine Rolle mehr. Wir kennen das von uns selbst: Die beste Freundin aus Kindertagen wird irgendwann eine Fremde, und die neue Kollegin wird zur Vertrauten. Das ist niemandes Schuld. Und weil Katzen sehr lern- und anpassungsfähig sind, heißt es auch nicht, dass es nicht wieder gut werden kann.

Meine Katze mobbt die andere: Ist sie die Böse?

Vielleicht ist dir aufgefallen, dass ich nicht von Täterin und Opfer spreche. Die Rollen wechseln oft: Die Katze, die im Flur blockiert, wird an der Toilette vielleicht selbst gejagt. Und das Etikett verdeckt die Frage, die wirklich weiterhilft: Welches Bedürfnis steckt dahinter? Ich spreche deshalb von der Katze, die vorgeht, und der Katze, die ausweicht.

Die Katze, die vorgeht, ist selten böse. Oft ist sie schlicht unsensibel. Ihr fehlen Fähigkeiten: warten, abbrechen, loslassen, die Grenze der anderen lesen. Der Katze, die ausweicht, fehlen andere Fähigkeiten: Selbstvertrauen, Stressmanagement und eine Sprache, die die andere lesen kann. Oft erstarrt sie, statt eine Grenze zu setzen, und Erstarren lädt zum Weitermachen ein. Mit der Zeit lernt sie, dass Fauchen oder Knurren ihr nicht weiterhelfen und die Flucht der sicherste Weg ist.

Beide haben etwas nicht gelernt. Und weil Verhalten erlernt ist, kann es auch umgelernt werden. Die eine darf lernen, die Grenzen anderer Katzen zu respektieren. Die andere darf lernen, sich selbst etwas zuzutrauen.

Auch der Persönlichkeitstyp spielt mit. Oft sehe ich die selbstbewusste Draufgängerin, die aus einem starken sozialen Bedürfnis heraus aufdringlich wird, zusammen mit der sanften Schutzsuchenden, die ausweicht und sich zu spät abgrenzt. Das sensible Energiepaket geht selten mit Absicht vor, liest aber nach dem Spiel die Grenzen der anderen nicht. Und die Meisterin der Gelassenheit fällt kaum auf, kann aber durch stilles Blockieren die sein, die vorgeht. Der Persönlichkeitstyp entscheidet, wie es aussieht. Nicht, wer schuld ist.

Was hilft bei Katzenmobbing?

Ohne dein Eingreifen wird Katzenmobbing meist schlimmer und schlimmer. Es liegt an uns, diesen Teufelskreislauf zu durchbrechen. Was hilft, folgt einer Reihenfolge:

  1. Den Körper abklären, bei beiden Katzen. Bring deine Beobachtungen mit: seit wann, was genau, in welchen Situationen.
  2. Ressourcen im Überfluss schaffen, und zwar verteilt. Als Faustregel gilt die Anzahl der Katzen plus eins, für Toiletten, Futter- und Wasserstellen, Rückzugsorte und Kratzmöglichkeiten. Was nebeneinander steht, zählt aus Katzensicht als eins.
  3. Wege ohne Engstellen und Sackgassen, damit jede Katze alles erreicht, was sie braucht, ohne an der anderen vorbeizugehen.
  4. Eine Pause als Test. Dazu gleich mehr.
  5. Einzelzeit für jede Katze, mit Spiel und Zuwendung, die nur ihr gehören.
  6. Die Fähigkeiten beider stärken. Das ist Training, und es ist so individuell wie deine Katzen.

Die Reihenfolge ist nicht beliebig. Training wirkt erst, wenn Körper und Lebensraum stimmen.

Was nicht hilft

Ich weiß, wie es sich anfühlt, wenn es zum vierten Mal am Tag kracht. Überforderung führt zu Handlungen, die man sonst nie wählen würde: laut werden, die Wasserspritze, Klatschen, Wegscheuchen. Das sind Strafen, auch wenn sie nicht so gemeint sind, und sie machen die Situation schlimmer. Deine Katze verknüpft den Schreck nicht mit ihrem eigenen Verhalten, sondern mit dem, was sie in diesem Moment wahrnimmt. Und das ist die andere Katze. Die Katze, die vorgeht, wird dadurch außerdem unsicherer, und eine unsichere Katze, die nach vorn geht, ist gefährlicher als eine sichere. Wenn du dich hier wiedererkennst, ist das kein Grund für Scham. Es ist ein Grund, dir Unterstützung zu holen.

Auch Abwarten hilft nicht. Jede Eskalation ist eine weitere Erfahrung, und schlechte Erfahrungen werden besser gespeichert als gute.

Wäre deine Katze lieber eine Einzelkatze?

Trennst du streitende Katzen für ein paar Tage räumlich voneinander, ist das ein wertvoller Test. Blüht eine der beiden danach plötzlich auf, frisst, spielt und kommt hervor, denken viele: Sie wäre lieber allein, sie ist eben eine Einzelkatze. Das ist ein Trugschluss. Sie ist nicht lieber allein, sie ist erleichtert. Sie hat schlicht und einfach unter dem Mobbing gelitten, und jetzt zeigt sie dir, wie viel Druck vorher da war. Katzen brauchen Sozialpartnerinnen, auch die stillen. Dass eine Katze eine schlechte Beziehung nicht vermisst, heißt nicht, dass sie keine gute bräuchte.

Die Pause ist deshalb ein Anfang und keine Dauerlösung. Ein Bereich, den eine Katze nie mehr verlässt, ist ein Werkzeug für den Übergang, denn auf Dauer wird ihre Komfortzone darin kleiner. Und eine Katze abzugeben sollte der letzte Ausweg sein. In der Regel ist es nicht nötig.

Wann du nicht mehr allein hinschauen solltest

Sobald eine deiner Katzen beim Fressen, bei der Toilette oder beim Schlafen eingeschränkt ist, geht es nicht mehr um Reibung, sondern um ihr Wohlbefinden. Dann ist die Zeit fürs Beobachten vorbei, und es geht ums Abklären, um einen Plan und um jemanden, der von außen hinschaut. Den eigenen Kreis sieht man von innen schwer.

Denk an Mobbing im Büro. Es ist selten der laute Streit, sondern die Kollegin, deren Mails niemand beantwortet und die im Flur angeschaut wird, bis sie den Blick senkt. Irgendwann kündigt sie. Bei deinen Katzen gibt es kein Kündigen. Es gibt nur das Bett, unter dem sie liegt.

Im Katzenkreis gehe ich in der Themenreihe „Harmonie in der Katzengruppe“ in die Tiefe: wie du deine Wohnung aus Katzensicht liest, wie du Ressourcen so verteilst, dass jede Katze überall hinkommt, wie du die Beziehungen in deiner Gruppe aufzeichnest und wie du den Teufelskreislauf zwischen zwei Katzen erkennst. Dazu gibt es ein eigenes Gruppen-Workbook, in dem du alles für deine Katzen festhältst. Hier erfährst du mehr über den Katzenkreis.

Und wenn eine deiner Katzen schon jetzt eingeschränkt lebt, ist das der Moment für einen Blick von außen. Beide Katzen gehören zuerst zu deiner Tierärztin. Bist du unsicher, was von dem, was du siehst, überhaupt eine Auffälligkeit ist, sammeln wir es in der Beratung gemeinsam. In „Verstehen und Verändern“ schaue ich mit dir auf das ganze Bild: auf deine Katzen, ihre Persönlichkeiten, euren Lebensraum und das, was zwischen ihnen passiert. Daraus entsteht ein Plan für deine Gruppe, und ich begleite dich acht Wochen lang bei der Umsetzung. Hier findest du meine Beratung.

Jede Katze hat es verdient, sich angstfrei in ihrem Lebensraum zu bewegen und ihr Leben zu genießen.

Häufige Fragen zu Katzenmobbing

Die alte Katze faucht die neue an: Ist das Mobbing?

Nicht automatisch. Bei einer Zusammenführung ist Fauchen zu erwarten und in Ordnung, denn es ist eine Grenze. Wichtig ist, wie die neue Katze darauf reagiert, und dass die fauchende Katze dafür nicht korrigiert wird. Zu Mobbing wird es erst, wenn daraus ein Muster entsteht, unter dem eine Katze dauerhaft leidet.

Hört Katzenmobbing von allein wieder auf?

Selten. Muster unter Katzen verstärken sich, weil jede Eskalation als weitere Erfahrung gespeichert wird. Je früher du hinschaust, desto leichter lässt sich die Spannung lösen, bevor ein festes Muster daraus wird.

Meine Katzen streiten sich ständig. Soll ich sie trennen?

Für ein paar Tage ist eine räumliche Trennung ein guter Test. Dauerhaft getrennt zu leben ist aber keine Lösung, denn ständiger Streit zeigt dir, dass einer Katze oder beiden etwas fehlt. Lass zuerst beide tierärztlich untersuchen und schau dann auf den Lebensraum und das Verhalten.

Kann Mobbing meine Katze krank machen?

Ja. Dauerstress macht anfälliger für Erkrankungen, etwa für Blasenentzündungen, Durchfall oder kahle Stellen vom Lecken. Umgekehrt kann eine Erkrankung Mobbing auslösen, wenn eine Katze Schmerzen hat und dadurch gereizt ist. Deshalb gehören bei Streit immer beide Katzen zur Tierärztin.

ÜBER MICH

Hallo, ich bin Miriam

Eigentlich war ich Logopädin. Dann kam Barny, und mit ihm Fragen, auf die mir niemand eine Antwort geben konnte. Ich habe angefangen zu lernen, zu beobachten und zu verstehen. Heute begleite ich Katzen und ihre Menschen in der Beratung, bilde Katzentrainerinnen aus und bin als Katzenexpertin bei hundkatzemaus auf VOX zu sehen.

Was mich antreibt: Ich wünsche mir, dass Katzen als das gesehen werden, was sie sind.

Individuen wie wir, nur in anderen Körpern.

und jetzt du

Du willst mehr?

Wenn dir der Beitrag geholfen hat und du mehr wissen willst, kannst du entweder im Katzenkreis tiefer einsteigen oder in einer Beratung mit mir persönlich sprechen. Ich freue mich auf dich.

Deine Miriam